Bundesfreiwiligendienst sollte für Flüchtlingshilfe ausgeweitet werden

22.06.2015

„Integration findet in den Dörfern und in den Städten statt. Hier hat sich eine großartige Hilfsbereitschaft entwickelt. Es ist aber notwendig, dafür Sorge zu tragen, dass diese spontanen Hilfsaktionen der vergangenen Monate auch in dauerhafte Strukturen überführt werden. Dafür brauchen wir mehr professionelle Unterstützung. Der Bundesfreiwilligendienst sollte daher für die Flüchtlingshilfe ausgeweitet werden“, warb der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing für weitergehende Unterstützung für die Integrationsmaßnahmen der Kommunen. Liebing nimmt am heutigen Montag, 22. Juni 2015, an der Tagung der Integrationspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen von CDU und CSU in den Parlamenten der Länder in Kiel teil.
Liebing betonte, er setzte sich dafür ein, dass der Bund den Bundesfreiwilligen Dienst ausweite, damit die zusätzlichen Stellen für die Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen zur Flüchtlingshilfe eingesetzt werden könnten. Damit sei zugleich sichergestellt, sagte Liebing, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel auch tatsächlich für die Flüchtlingshilfe eingesetzt würden.

„Wir müssen uns in der Gesellschaft darauf einrichten, dass die hohen Flüchtlingszahlen ein Dauerzustand bleiben werden. Deshalb muss auch die Unterstützung in der Bevölkerung auf dauerhafte Hilfe ausgerichtet werden. Wir müssen verhindern, dass die anerkennenswerten ehrenamtlichen Initiativen auf Dauer überfordert werden. Dafür brauchen wir neue Anstrengungen und verlässliche Strukturen, gerade auch unter Einbeziehung der Wohlfahrtsorganisationen und der Kirchen, die sich bereits heute in diesem Bereich engagieren“, erklärte Ingbert Liebing.

Im Rahmen eines gemeinsamen Gespräches begrüßte Liebing dabei die in der vergangenen Woche getroffene Vereinbarung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Vereinbarung sieht einen Aktionsplan vor, mit dem einerseits die Asylverfahren beschleunigt und abgelehnte Bewerber schneller in ihre Heimat zurückgeführt werden sollen. Andererseits soll die Integration derjenigen Flüchtlinge, die Aussicht auf Anerkennung haben, frühzeitiger beginnen.

Liebing unterstütze insbesondere, dass die Sprach- und Integrationskurse des Bundes für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive geöffnet werden sollen: „Sprache ist der Schlüssel für Integration. Deswegen müssen die Integrationsmaßnahmen so früh wie möglich mit Sprachförderung beginnen“, so der CDU-Politiker. Er nannte abschließend die Öffnung der berufsbezogenen Sprachförderung, eine zügigere und unkompliziertere Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, sowie die Sicherstellung, dass Ausbildungen junger Flüchtlinge in Deutschland beendet werden können, als weiter wichtige Maßnahmen.

 

Pressesprecherin
Katrin Albrecht
Sophienblatt 44-46
24114 Kiel
Tel.: 0431 66099-28
Fax: 0431 66099-88
katrin.albrecht [at] cdu-sh.de
www.cdu-sh.de